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Positionierung und Systemeinrichtung

Im Gegensatz zum Baggereinsatz an Land kann im Nassbaggerbereich i.d.R. keine terrestrische Absteckung mittels Holzpflöcken erfolgen. Dennoch soll die Bauausführung mit geringen Toleranzwerten ausgeführt werden.
Zur Nassbaggersteuerung werden hier automatisierte Systeme eingesetzt, die über GPS positioniert werden. Über Offsets und Winkelgeber wird die Baggergeometrie ermittelt und die Lage der Baggerschaufel, des Saugrohres oder des Spülbalken am Bildschirm zusammen mit der herzustellenden Bauwerksgeometrie angezeigt.

Hardware:
Im Allgemeinen werden zur Baggereinrichtung zwei GPS Anlagen oder eine GPS-Anlage mit Kreiselkompass benötigt. Zusätzlich finden entsprechende Neigungssensoren und Winkelgeber Ihre Anwendung.

Software:Die Sensoren übergeben ihre Daten an die Baggersoftware (z.B. PCX,QinSy) zur Darstellung der Baggerschaufel, des Saugrohres oder des Spülbalken. Die Bauwerksgeometrie wird mittels CAD-Systemen berechnet, in das jeweilige Baggersoftwareformat konvertiert und in das System eingespielt.

Ergebnis:Der Maschinist kann mit Hilfe der dreidimensionalen Bildschirmdarstellung seine Aufgaben erledigen. Jede Technik hat ihre Vor- und Nachteile. Nicht immer kann mittels GPS die gewünschte Positionsgenauigkeit realisiert werden. Die Anzahl der momentan verfügbaren Satelliten, die Satellitengeometrie, Funkreichweite und Funkempfang zur Referenzstation, Genauigkeit der Winkelgeber, die Softwarequalität und eine Vielzahl von sonstigen Faktoren beeinflussen die Genauigkeit und Verfügbarkeit. Trotz mancher Einschränkung ist die GPS-Baggerpositionierung im Hinblick auf Verfügbarkeit, Rationalität und Genauigkeit zumeist die wirtschaftlichste Lösung.

 


Positionierung